Dr. Rajan Sankaran wurde durch seinen Vater schon früh mit der Homöopathie vertraut und lernte später bei vielen weiteren großen indischen Homöopathen wie Phatak, und Chakravarty. Er hat maßgeblich dazu beigetragen die Homöopathie zu einer systematischen und verlässlichen Methode weiter zu entwickeln und zählt heute zu den weltweit führenden Homöopathen.

Sein Wissen und seine Erfahrungen gibt er rund um den Globus in unzähligen Vorträgen, Büchern und Seminaren weiter. Von Anfang an stand dabei sein Fokus auf die ‚Zentrale Störung’ und die ‚Zentrale Wahnidee des Patienten, welche den ganzen Menschen ergreifen und deshalb auf allen Ebenen Symptome erzeugen. Diese Verstimmung sorgt dafür, dass die äußere Wirklichkeit verzerrt wahrgenommen wird und man nicht mehr angemessen auf sie reagieren kann. So entgegnet man der Welt mit einem spezifischen Wahrnehmungs- und Verhaltensmuster, dass in Resonanz mit einer gewissen Substanz aus der Natur steht. Die später entdeckte Vitalempfindung ermöglicht dem Homöopathen diese meist verborgenen, unbewussten Muster im Patienten aufzuspüren und in Analogie zu einer Substanz aus den Naturreichen zu bringen, die homöopathische Arznei. Heute verbindet er diese Methode meisterhaft mit der klassischen Homöopathie nach Hahnemann, Bönninghausen und Boger.

Rajan Sankaran hat die Homöopathie um so vieles bereichert und erweitert wie kaum ein anderer. Dazu gehören vor allem:
• die sieben Ebenen der Wahrnehmung, die eine hilfreiche Orientierung während der Anamnese bedeuten, z.B. um die jeweils angemessene Herangehensweise zu bestimmen, oder um eine Hierarchisierung der Symptome zu ermöglichen und bei der Analyse die richtige Dosierung der Arznei zu bestimmen.• die Bestimmung des Naturreiches durch die Art und Weise wie der Patient seine Pathologie und seine Umgebung erlebt, erlauben oftmals eine Eingrenzung bei der Arzneiwahl, wodurch bereits zahlreiche Mittel ausgeschlossen oder nach einer Repertorisation differentialdiagnostisch verwertet werden können.• die Erweiterung auf zehn Miasmen, welche ihre Entsprechungen analog zu anderen repräsentativen Krankheitsmustern, wie akut, Typhus, Ringelflechte, Malaria und Lepra finden.• nicht zuletzt die Entdeckung der Vital-Empfindung, welche letztlich als eine konsequente Weiterentwicklung der Verallgemeinerung Boenninghausens gesehen werden kann. Durch die Verknüpfung mit den Wahrnehmungsebenen und den Naturreichen ermöglicht sie uns ein wesentlich präziseres und effektiveres Arbeiten.• Vor ca. zwei Jahren hat er mit den ‚8 Boxes‘ ein äußerst wertvolles und praktisches Analysewerkzeug zur Verfügung stellt, dass einem hilft alle Aspekte des Falles in die Analyse einzubeziehen• Seine neuesten Erkenntnisse beziehen sich auf die übergeordneten Empfindungs-Themen der Unterklassen im Pflanzenreich und der sogenannten ‚Superclass‘ welche einen Überblick über die Beziehung der Naturreiche untereinander gibt. Zum Beispiel gibt es gemeinsame Themen der zweiten Reihe im PSE, der zweiten Unterklasse im Pflanzenreich und den Mollusken im Tierreich, nämlich innen und außen, sich an einen sicheren Ort zurückziehen und nach draußen gehen, wo es bedrohlich sein kann. Durch diese Erkenntnisse können wir nicht nur die Mittelauswahl besser eingrenzen, sondern besser Verwechslungen vermeiden.

Er hat eine Reihe von Büchern geschrieben, die auch ins Deutsche übersetzt wurden:

Das geistige Prinzip der Homöopathie

Die Substanz der Homöopathie

Die Seele der Heilmittel

Das System der Homöopathie

Einblicke ins Pflanzenreich

Die Empfindung in der Homöopathie

Synergie

Das andere Lied u.a.